Die Seenotretter

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Interview mit einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin

 

1. Hast du viele Kurse zur Fortbildung belegt?

 

Es gibt bei der DGzRS ein Schulungsprogramm sowohl für Festangestellte

als auch für Freiwillige Rettungsleute. Da werden in Bremen am Simulator

und in Neustadt in der SAR-Schule bestimmte Sachen geübt. Die Kurse bauen

teilweise aufeinander auf.

Ich habe bis jetzt einen Englisch-Kurs mit standrad phrases für den

maritimen Funkverkehr in Bremen besucht. In Neustadt habe ich gemacht:

Technische Navigation, Manövrieren, Seemannschaft und Suche und Rettung.

Außerdem gibt es verschiedene Arbeitsgruppen, z.B für medizinische Belange.

Da war ich auch schon einmal bei der Ärztetagung.

 

2. Musst du den ganzen Tag per Handy erreichbar sein, oder nur tagsüber

bzw. zu bestimmter Zeit?

 

In Schilksee, wo ich angefangen hab als Freiwillige, war es so, dass der

Vormann wusste, wer schnell in SChilksee sein kann und dementsprechend die

Leute per Handy informiert hat. Das ist dann auch nachts gewesen. Jetzt

bin ich auf dem Rettungskreuzer Arkona in Warnemünde. Das sind schon vier

Festangestellte, die rufen dann bei einem Einsatz nicht noch Freiwillige

dazu sondern fahren gleich los. Da bin ich dann geplant an Bord, z.b. am

Wochenende oder als Vertretung. Auf anderen Stationen gibt es richtige

Wachpläne, wo sich die Freiwilligen dann aufteilen und rund um die Uhr

Bereitschaft haben.

 

3. Rettet man nur Menschen oder kam es auch vor, dass es um Tiere oder

Ähnliches ging?

 

Wir retten alles. Die Menschen, das Material und auch Tiere.

 

4. Bist du selbst schon mal in Gefahr gekommen bei einer Suche oder

Ähnlichem?

 

Es gab ein paar Situationen, die im Nachhinein, wenn man darüber nachdenkt

ganz schön gefährlich waren, z.b. bin ich bei Windstärke 8 und relativ

hohen Wellen von unserem Rettungsboot auf ein Segelschiff gesprungen um

dort jemandem zu helfen. Ungesichert natürlich. Aber es ging ja alles gut.

Und wir haben ja Rettungswesten an und wissen, dass unsere Boote das auch

alles aushalten können.

 

5. Muss man ein bestimmtes Alter haben um dort freiwillig arbeiten zu

können?

 

Genau weiß ich es nicht, aber ab 16 darf man Einsätze mitfahren. Einige

Stationen erlauben es aber auch schon früher, dass man mal mitfährt.

Aber weil immer zwischendurch ein Einsatz kommen kann, sollte man schon 16 sein.

 

 

 

 

6.Muss man eine bestimmte Zeit arbeiten in der Woche als Freiwillige/r

 

Nein, aber um in Übung zu bleiben, sollte man sich schon regelmäßig

engagieren. Hier in Warnemünde ist es so, dass man mindestens einaml im

Monat eine Übung mitmachen muss. Die finden hier jeden Samstag statt. In

Schilksee war es so, dass jeden Freitag eine Wachbesprechung war, bei der

die Wache für das Wochenende festgelegt wurden.

 

7.Ist man vertraglich gebunden oder kann wenn man will einfach aufhören?

 

Man kann einfach aufhören. Es gibt da keinen Vertrag.

 

8.Braucht man einen Sportboot Führerschein?

 

Am Anfang nicht, aber wenn man das länger machen möchte, sollte man den

schon machen. Genauso wie den Funkschein.

 

 

 

9.Wie viele Übungseinheiten macht man im Monat?

 

Ganz unterschiedlich. In Warnemünde ist jetzt jeden Samstag eine. In Laboe

war es immer einmal in Monat und in Schilksee eigentlich immer wenn man

gefahren ist. Man übt auch ganz viel wenn man sowieso auf dem Wasser ist.

 

10.Muss man als Freiwilliger auch Nachts arbeiten?

Ja, das kann passieren.

 

11.Wie bist du auf die Idee gekommen ehrenamtlcih bei der DGzRS zu

arbeiten?

 

Mein Vater hat das schon ganz lange gemacht und ich habe etwas sinnvolles

als Beschäftigung neben meiner Ausbildung zur Kinderkrankenschwester

gesucht.

Und Wind und Wasser mochte ich immer schon.

 

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